Pressemitteilung: Stadt der langen Wege

Unmittelbar gravierende Einschnitte durch Ratsbeschluss über Bäderschließung, Grundlagen für ehrenamtliches Engagement sind ungewiss, Jugendarbeit ist bedroht

Wuppertal, 27. Februar 2011. „Der Beschluss zur Bäderschließung bedeutet zunächst einmal, dass es im Elberfelder Norden gravierende Einschnitte geben wird“, sagt Heiner Mokroß, erster Vorstandsvorsitzender von Pro Mirke e.V. mit Blick auf die kommenden Montag, 28. Februar, anstehende Entscheidung des Stadtrats über die Zukunft von fünf Wuppertaler Bädern.

Auf der Agenda steht auch das Schicksal des Freibads Mirke, in dem der 1891 gegründete Schwimmsportverein Hellas seit 120 Jahren mit der Philosophie „Schwimmen für alle“ aktiv ist.

Dieses Motto wird zukünftig für fast 60.000 Menschen aus dem Kerneinzugsgebiet der Mirke vorerst nicht gelten, wenn der Stadtrat der geplanten Schließung der betroffenen Bäder zustimmt. Wichtiger Raum für Bewegung und Begegnung im Freien wird geschlossen. Da, wo er am nötigsten ist: zentrumsnah und im Sommer natürlich im Freibad.

Kurze Wege zu Sport- und Erholungsstätten werden gekappt. Kinder- und Jugendangebote werden somit weiter reduziert. Jugend und Senioren werden von angestammten Orten ausgeschlossen. Unmittelbar bedeutet dies Verlust – Verlust von Standorten, Verlust von Identität und Bewegungsraum. Vorerst Ersatzlos.

Eine zukunftsfähige Stadt der kurzen Wege sieht anders aus. 120 Jahre ehrenamtliches Engagement in der „Mirke“ stehen am Scheideweg.

Unsere Kinder und Jugendlichen in der Elberfelder Nordstadt und am Uellendahl sind uns Ansporn, das Projekt „Rettung der Mirke“ weiter fortzuführen.

Wir freuen uns auf die kommenden Herausforderungen und die weitere Zusammenarbeit mit den vielen Menschen, Einrichtungen und Institutionen der Stadt, die uns auch schon in der Vergangenheit bei unserer Projektarbeit unterstützt haben. Am 23. März findet die Jahreshauptversammlung von Pro Mirke e.V. in der Freibadgaststätte „Haus Mirke“ um19 Uhr statt.

Los geht’s!

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